Herzlich willkommen auf unseren Service- und Informationsseiten

Als Interessent für unsere Dienstleistungen finden Sie im nachstehenden Bereich ein Info-Portal mit topaktuellen Informationen aus den Bereichen Steuern & Recht.

Außerdem bieten wir Ihnen in unserem Archiv die Möglichkeit, eine umfangreiche Datenbank für Recherchen zu nutzen.

Über die DATEVInformationen für Unternehmer werden Sie auf die Website der DATEV eG zu aktuellen Wirtschaftsinformationen weitergeleitet.

Wenn Sie "mehr" Informationen der Infothek wünschen, stehen Ihnen die nachstehenden allgemeinen Zugangsdaten zur Infothek zur Verfügung:


Benutzername:
Passwort:

Infothek@bsrgmbh.de
Kanzlei24


Unsere aktuellen Hinweise:

Infothek

Zurück zur Übersicht
Recht / Zivilrecht 
Dienstag, 09.07.2024

Vermieterin mehrmals mit Wasser überschüttet - Fristlose Kündigung rechtmäßig

Einer Mieterin von Wohnraum kann fristlos wegen Störung des Hausfriedens gekündigt werden, wenn diese dort zweimal die Vermieterin mit Wasser überschüttet hat. So entschied das Amtsgericht Hanau (Az. 34 C 92/23).

Die Vermieterin hatte die Mieterin vor dem Amtsgericht auf Räumung der Wohnung verklagt, weil diese sie zweimal mit Wasser übergossen habe. Unstreitig zwischen den Parteien war zwar, dass die Mieterin jeweils einen Eimer Wasser aus dem Fenster in den Hof gegossen habe, als sich die Vermieterin in diesem befand. Die Mieterin hatte allerdings bestritten, die Vermieterin getroffen zu haben oder überhaupt treffen zu wollen.

Das Gericht entschied, dass die Kündigung wirksam war. Der vernommene Zeuge habe bestätigt, dass die Vermieterin beide Male tatsächlich mit dem Wasser aus dem Eimer vollständig übergossen wurde. Diese sei, so der Zeuge, „klitschnass“ wie bei einer „Ice-Bucket-Challenge“ gewesen. Das rechtfertige eine fristlose Kündigung wegen Störung des Hausfriedens. Selbst wenn die Mieterin keine direkte Absicht gehabt habe, die Vermieterin zu treffen, so habe sie dies angesichts der Situation jedoch zumindest billigend in Kauf genommen, denn ihr Ziel lag schon nach dem eigenen Vortrag darin, die Vermieterin davon abzuhalten, ihr Fahrrad umzustellen. Es habe auch keiner vorherigen Abmahnung bedurft, zumal die Mieterin, wie sich aus der Beweisaufnahme ergab, bereits weitere derartige Aktionen angekündigt habe.

Zurück zur Übersicht

Die Fachnachrichten in der Infothek werden Ihnen von der Redaktion Steuern & Recht der DATEV eG zur Verfügung gestellt.